Am Ende triumphierten Mannschaft und Fans der TV-Handballer den 36:28-Auswärtssieg gegen Feldkirch. Der zweite Durchgang sorgte in der Reichenbachhalle für Klarheit aus Sich der TV‘ler.

Mit erheblichen Schwierigkeiten starteten die Albuchhandballer in die südlichste Begegnung in der Landesliga. Die gut zweieinhalb stündige Fahrt in die Sportstadt Feldkirch machte die Beine müde und den Spielfluss zäh. Der bereits als „Scharfschütze“ bekannte Springhetti eröffnete mit einem seiner insgesamt neun Treffern das torreiche Spiel zwischen dem Tabellenelften und den drittplatzierten Gästen von der Ostalb. Nach einem vertändelten Ball sorgte Janik Eisele für den Ausgleich, ehe Feldkirch nach Treffern von Hintringer und Springhetti auf 5:1 nach knapp acht Minuten erhöhte. Die Gäste blieben weiter vom Pech verfolgt: Auf einen Lattentreffer von Hungerbühler folgte ein abgepfiffenes Tor, da bereits eine Auszeit angekündigt wurde. Rau verwandelte indessen einen Siebenmeter und ein schwarz-schwarz versenkter Treffer von Flügelflitzer Eisele gab Steinheim Aufwind – 6:4 nach gut 13 Minuten. Auf der anderen Seite machte Dommer seinen Job gut und eliminierte scheinbar einfache Torchancen der Blau-Weißen von der Siebenmeterlinie unter anhaltenden Applaus der zahlreichen Schlachtenbummler. So richtig rund lief es bei den Kieser-Schützlingen jedoch noch immer nicht und die Hausherren erwiesen sich wie erwartet als unbequem und kampfstark. Die Treffer zum 9:5 und 10:6 durch Felkirchs Erlacher hielten Steinheim weiter auf Distanz. Altmeister Thomas Nissle und Mewitz ebneten die Bahn für den spielwendenden Ausgleich, doch blieb es vorerst beim 10:9 (24.) und 11:10 (26.) durch Kreisläufer Jannik Bühler. Zwei Minuten vor Ende des ersten Durchgangs netzte Weiß zweimal in Folge, was den kurzzeitigen 12:12 Gleichstand bedeute. In Überzahl versenkte Wittlinger den dreizehnten Treffer für Steinheim und so ging es beim Unentschieden in die Pause.

Steinheim war nun endgültig im Spiel angekommen und kam mit Siegeswillen aus der Kabine. Nach Hungerbühlers 14:13-Führungstreffer wurde Steinheim zum Gejagten. Unter lautstarkem Trommelwirbel machten die TV’ler die Auswärtsbegegnung zu einem Heimspiel! Wittlinger traf einen Konter und Steinheims Eigengewächse Hungerbühler, Fitzke und Baur legten nach. Binnen acht Minuten führte Steinheim gegen die Montafort-Städter mit 16:20. Ein abgestaubter Ball der „Älbler“ entwickelte sich zu einer brandgefährlichen Torchance, welche Tim Baur mit Bravour in den Maschen versenkte. Nachdem Schuler seine Klasse erneut Bewies, entpuppte sich der erneute Torhüterwechsel als richtig, denn Zwei-Meter-Mann Dommer parierte gleich dreimal in Folge, währenddessen die „Jungen Wilden“ in der Offensive munter Tore schossen, so warf Kreisläufer Fitzke sein Team mit 20:26 in Front. Feldkirchs Konzentration lies nach, Schludrigkeiten bestraften die Gäste rigoros mit schmerzlichen Toren. Tim Baur lüpfte die Kugel erst von der Mittellinie ins leere Feldkircher Tor, einen Angriff später katapultierte er die kleine Lederkugel aus den Abwehrreihen über das ganze Spielfeld ins Tor (26:33, 56. Minute), die Belohnung war der lautstarke Trommelwirbel der bereits in Siegeslaune befindlichen Fans. Steinheim feierte den 28:36-Sieg schlussendlich verdient, denn in der zweiten Hälfte überliefen die Gäste die Feldkircher regelrecht.

Nach zwei Spielen in fremden Hallen können zwei weitere Siege auf der „Habenseite“ verbucht werden, was zugleich die Siegesserie auf ein halbes Dutzend anwachsen lässt. Am kommenden Samstagabend genießen die Albuchhandballer wieder einmal das Heimrecht, was hinsichtlich der bevorstehenden Aufgabe sicher auch notwendig ist, denn um 20.00 Uhr gastieren die Tabellenzweiten aus Reichenbach in der „Wentalhölle“.

TV Steinheim: Paul Dommer, Michael Schuler, Leon Weiß (4), Janik Eisele (2), Tobias Fitzke (3), Tobias Mewitz (3), Klaus Nissle, Jannik Bühler (2), David Wittlinger (7), Thomas Nissle (2), Tim Baur (7), Maximilian Rau (2/1), Luca Kolb, Daniel Hungerbühler (4).

BW Feldkirch: Elias Knünz, Kassian Matt (3), Imran Xhemaj (3), Michael Deutschmann (2), Emir Galijasevic, Baris Kutluana (1), Tim Gangloff, Florian Hintringer (6/1), Thomas Erlacher (3), Zoran Obradovic, Simon Dolovic (1), Akos Balogh, Lars Springhetti (9), Jakob Appelt.

Schiedsrichter: Fabian Riegraf und Moritz Bühler vom HC Oppenweiler/Backnang.

                                              

Zeitstrafen: Sechs gegen Steinheim, fünf gegen Feldkirch.

Zuschauer: 100

Schnörkellos und ohne große Gegenwehr seitens der Hausherren, entführten die TV-Handballer am Samstagabend zwei Punkte aus Biberach.

Auch beim ersten Auswärtsspiel im neuen Jahr gingen die Steinheimer als Sieger vom Feld. In der Biberacher Sporthalle am Pestalozzi-Gymnasium fuhr das Team um Trainer Kieser am Samstagabend einen deutlichen 30:23 Sieg ein.
Personell gab es nach der Rückkehr von David Wittlinger eine weitere Neuerung. Keeper Steffen Maier fällt aufgrund seiner Verletzung im Oberschenkel die kommenden Wochen aus, als Ersatz bejubelten die Steinheimer Schlachtenbummler Altmeister Michael „Schaller“ Schuler, der kurzerhand aus der „Frührente“ reaktiviert wurde.
Zu Beginn im Spiel war jedoch Paul Dommer, der sich momentan von Spiel zu Spiel steigert. So auch jüngst in Biberach, die ersten beiden Angriffe parierte er mühelos, im Angriff netzte Wittlinger nach langen drei Minuten erstmals für sein Team. Rau trat kurz danach an die Siebenmeterlinie und zeigt coolness, was er bei allen Strafwürfen fortsetzte. „Schützenkönig“ Mewitz agierte von allen Positionen, nach drei Treffern in Folge stand es 4:6 nach knapp zehn Minuten. Nach gut zwölf Minuten bekamen die Steinheimer Akteure den bis dato einzigen Torschützen seitens der TG, Simon Krattenmacher, in den Griff. Noch einmal gelang es den Gastgebern, den Ausgleich zum 6:6 herzustellen, doch die TV’ler antworteten prompt und gaben fortan den Takt vor. Nach der Auszeit von Kieser brachte dieser die Nissle-Brüder ins Spiel und Routiniers Thomas Nissle brachte seine Jungs gleich mit 7:6 in Front. Die Ostälbler zeigten sich insgesamt spritziger und hatten durch Ideenreichtum weniger Probleme, die Kugel im TG zu versenken. Die phlegmatischen TG’ler wahrten zwar den Anschluss, doch nach gut 23. Minuten führten die Steinheimer erstmals mit drei Toren und setzten nach dem 9:12 und 10:13 noch eine Chippte drauf. Zwar war die Kieser-Sieben ab der 25. Minute bis zur Halbzeit in Unterzahl, doch gelang es den Schützen nach parierten Bällen durch Dommer weiter, Tore durch Spielzüge und Gegenstöße zu erzielen, wie beispielsweise durch den flinken Janik Eisele. Kleinere Fehler wie wackelige Zuspiele kaschierten die „Sa’dstompa“ mannschaftlich geschlossen und gingen so mit einem akzeptablen Polster von fünf Treffern beim 11:16 in die Halbzeitpause.

Ein zu beschmunzelnder Strafwurf zu Beginn des zweiten Durchgangs, versetze die Riß-Handballer in Tormodus. Nach einem weiteren TG-Treffer stellten die Steinheimer nach Toren durch Eisele, Mewitz und Klaus Nissle den erneuten Fünf-Tore-Vorsprung her – 15:20 nach knapp 37 Minuten. Teilweise wunderten sich die Zuschauer beider Fanlager über das unschlüssige Konzept der beiden Unparteiischen, was jedoch in keiner Weise zu Sieg oder Niederlage beitrug. Steinheim erneut in Unterzahl, doch die verbliebenen Spieler hielten den Vorsprung aufrecht. Der anhaltende Applaus der laustarken TV-Fans galt sowohl der souveränen Torhüterleistung von Dommer, wie auch der Einwechslung von Michael Schuler, der sein „kleines Debüt“ in der 47. Minute feierte und prompt einen Ball an die Decke, den zweiten mit der Schulter eliminierte. Beim 20:24 waren noch zehn Minuten zu spielen, Rau und Hungerbühler sorgten im Anschluss für die vorzeitige Entscheidung mit dem 20:26 nach 52 Zeigerumdrehungen. Die Hausherren zeigten sich in der Schlussphase zwar offensiver, aber Steinheims Siegeswille war stärker. Fitzke, Mewitz und Schuler, der den Ball ins leere TG-Tor katapultierte, sorgten für den 23.29-Zwischenstand, ehe Rau per Siebenmeter den 30. und zeitgleich Schlusstreffer verwandelte.

Gleich am kommenden Samstag müssen die TV’ler erneut in fremder Halle ran, dann geht’s nach Österreich zu den traditionsreichen Blau-Weißen nach Feldkirch.

TV Steinheim: Paul Dommer, Michael Schuler (1), Janik Eisele (3), Tobias Fitzke (1), Tobias Mewitz (7), Klaus Nissle (1), Jannik Bühler (2), David Wittlinger (6), Thomas Nissle (2), Tim Baur, Maximilian Rau (6/5), Luca Kolb, Daniel Hungerbühler (1), Alexander Herbrik.

TG Biberach: Julian Betz (2), Simon Krattenmacher (5), Bogdan Ionut Botezatu (2), Moritz Kehm, Timo Jans (1), Tim Schätzle, Tobias Baumgart, Simon Krais, Aleksandar Markov (1), Jan Wille (5/4), Simon Ellek, Daniel Krais (6), Armin Schweigardt (1).

Schiedsrichter: Mario Keppler und Tobias Schüle (Handball Bottwar JSG).

                                              

Zeitstrafen: Fünf gegen Steinheim, vier gegen Biberach.

Zuschauer: 180

Ein souveräner und nie gefährdeter 21:31-Auswärtssieg war Steinheims letzter Streich im Jahre 2018. Der TSB Ravensburg biss sich an Steinheims Dommer die Zähne aus, während die TV-Offensive munter Tore erzielte.

Mit einem Blitzstart versetzten sich die Steinheimer deutlich in die bereits zuvor zu gelotste Favoritenrolle. Kolb, Baur und der zwölffache Torschütze Mewitz schossen den TV in der ersten viertel Stunde beeindruckend mit 1:11 in Führung. Auch die frühen Auszeiten der TSB taten dem torsicheren Auftritt der Gäste keinen Abbruch. Und hinten? Da war Dommer, der seine Mannschaft über 60 Minuten souverän und abgebrüht den Rücken stärkte. Durch ein schnelles Anspiel erkämpften sich die mittellosen Hausherren erst in der 17. Minute den zweiten Treffer. Wieder einmal durften die Zuschauer das makellose Zusammenspiel der beiden Nissle-Brüder sehen, die mit ihren Treffern weiterhin für das sichere Torpolster von zehn Treffern beitrugen. Auf der anderen Seite pfiffen die Unparteiischen den dritten Strafwurf und die TSB’ler schickten den dritten Schützen an den Start – wieder ohne Erfolg, denn Paul Dommer war zur Stelle. Zum Ende des ersten Durchgangs kamen die Hausherren in der beengend wirkenden Halle zwar näher, doch bedrohlich wurde es für die Ostälber nie. Beim Stand von 9:15 ging es in die letzte Halbzeitpause des Jahres 2018.

Zu Beginn der zweiten Hälfte sorgte Mewitz gleich fünfmal in Folge für Torjubel und anhaltenden Applaus. Rau legte noch einen Treffer drauf – 11:21 stand es in der 41. Minute. Die Motivation der Gastgeber schwand weiter und die TV’ler marschierten in Richtung Sieg. Souverän und schnörkellos lief Routiniers Thomas Nissle einen Konter und platzierte die kleine Kugel nach gut 45 Minuten zum 14:23 in die Maschen des Ravenburger Tors. Wieder ließen die Gäste die Leine etwas lockerer, was Ravensburg ein „rankommen“ auf 19:27 ermöglichte, doch Weiß und Kolb stellten mit ihren Treffern den erneuten 10-Tore-Vorsprung her. Unspektakulär ging es für die Steinheimer in die wohlverdiente Winterpause. Durch den 21:31-Sieg wahren die „Älbler“ den Anschluss an die Spitzengruppe, zumal sich die Tabellennachbarn aus Bettringen gegen Biberach unentschieden trennten. Beeindruckend an diesem Abend war zweifelsohne die herausragende Leistung von Keeper Paul Dommer.

TV Steinheim: Steffen Maier, Paul Dommer, Leon Weiß (2), Janik Eisele (1), Tobias Mewitz (12/2), Klaus Nissle (1), Jannik Bühler, Thomas Nissle (3), Tim Baur (2), Maximilian Rau (2), Luca Kolb (5), Daniel Hungerbühler (3), Alexander Herbrik.

TSB 1847 Ravensburg: Paul Naumann (2/2), Maximilian Ober (2/1), Lazar Farkas (2), Joel Schwarz (2), Tim Langlois (6), Claudius Frank (4), Jens Tosberg, Marius Mathes, Fabian Müller, Mario Geiß, Ole Gohmann (1), Maximilian Schilcher (1), Dominik Hensel (1), Eric Sangry.

Schiedsrichter: Philipp Joos (SG Weinstadt) und Matthias Groth (HSG Gablenberg-Gaisburg).

Zeitstrafen: Drei gegen Steinheim, zwei gegen Ravensburg.

Disqualifikationen: Maximilian Schilcher (35.)

Zuschauer: 140

Zum Jahresauftakt sahen die Zuschauer einen letztlich deutlichen 31:27 Sieg in der Wentalhalle, doch taten sich die Akteure zeitweise schwer.

Verwundert verfolgten die Steinheimer Fans die Aufwärmphase der TV-Handballer, denn bis gestern Abend war die „11“ im Kader nicht vergeben. Anders als angekündigt, kehrte David Wittlinger bereits zum Jahreswechsel zurück zu seinen handballerischen Wurzeln. Fortan wird er wieder mit „seinen Jungs“ im Steinheimer Trikot auf Torejagd gehen.

Die Spielgemeinschaft nahe der Stauferstadt Gmünd ließ den Ball im ersten Angriff lange durch die Reihen laufen und ging dann in Führung. Mewitz sorgte für den Ausgleich, bevor Maier den nächsten Angriffsversuch der SG parierte. Nach drei Minuten ging die Kieser-Sieben in Führung und gab diese bis zum Schlusspfiff nicht mehr aus der Hand. Bettringen stellte schnell von Abwehr auf Angriff um und kam so zu schmerzlichen Gegentreffern aus Sicht der Gastgeber. Das 4:2 kam aus den Händen von Rau, nach einem blitzsauberen Pass von Klaus Nissle, der im Anschluss für das 5:2 sorgte. Bereits in der Anfangsphase musste die Partie durch die Unparteiischen oftmals unterbrochen werden, um die ruppige Gangart der Gäste zu unterbinden. Nach dem 8:5 wurde ein offensichtlicher Schlag auf die Brust von Max Rau „nur“ mit einer gelben Karte geahndet, davon unbeeindruckt legten die TV’ler mit dem 9:5 und 10:7 nach. Nach knapp 20 Minuten wandelte der pfeilschnelle Tim Baur einen Konterpass in ein brauchbares Tor um, bevor Fitzke nach anfänglicher Blockade zum 12:8 einnetzte. Doch die Gäste zogen nach, dass Zusammenspiel der Aufsteiger konnte sich sehen lassen, wie beispielsweise beim Treffer zum 12:9. Gut drei Minuten vor Ende des ersten Durchgangs gelang den Gästen der 12:11 Anschluss – 45 Sekunden vor dem Halbzeitgong sogar der Ausgleich zum 13:13. Nach dem 14:14 durch den sechsfachen SG-Torschützen Spindler, sorgte Baur in letzter Sekunde für die knappe 15:14 Halbzeitführung.

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Unparteiischen Zeitspiel an, nach einem Foul an Wittlinger musste der Abschluss erfolgen, leider wurde der Wurfversuch geblockt und auch der Nachschuss landete im Toraus. In doppelter Unterzahl musste Bettringen den 20:17-Rückstand hinnehmen, unter anderem mit dem Wohl einfachsten Treffer des Abends für Wittlinger, der die kleine Lederkugel von der Mittellinie ins keeperlose Tor zentrierte. Nach knapp vierzig Minuten verwandelte Mewitz einen seiner fünf Siebenmeter zum 22:18 – 100% Ausbeute an diesem Abend. Ein Schockmoment kurze Zeit später: TV-Keeper Maier wälzte sich am Boden und musste mit Verdacht auf Bänderriss von Mannschaftskollegen gestützt vom Feld gehen. Fortan hütete Paul Dommer den TV-Kasten und entschärfte gleich den ersten Wurfversuch der SG, später dann noch einen Siebenmeter. Beim 26:22 wurden die letzten zehn Minuten eingeläutet, doch es sollte nochmal eng werden. Die Gäste kamen durch zwei Treffer in Folge auf 26:24 ran, bevor die Hausherren bis zur 56. Minute auf 29:25 davonzogen. Beim 30:25 war noch knapp eine Minute zu spielen, der letzte Treffer gelang Altmeister Thomas Nissle, bevor Bettringen der 31:27-Schlusstreffer gelang.

Den ewigen vierten Platz haben die Albuchhandballer durch den Heimsieg an die Konkurrenten aus Bettringen abgegeben. Die nächsten beiden Partien bestreiten die Steinheimer in fremden Hallen (02.02. in Biberach, 09.02. in Feldkirch).

TV Steinheim: Steffen Maier, Paul Dommer, David Wittlinger (9), Janik Eisele, Tobias Fitzke (1), Tobias Mewitz (9/5), Klaus Nissle (1), Jannik Bühler, Thomas Nissle (3), Tim Baur (3), Maximilian Rau (2), Luca Kolb, Daniel Hungerbühler (3), Alexander Herbrik.

SG Bettringen: Christoph Schneider, Raphael Mayer (1), Felix Karmann, Tobias Folter, Dominik Stehle, Andreas Kohler (5), Nico Krauß (3), Philipp Schwenk (5), Marc Leibner, Manuel Stelzer, Bastian Weber (1), Marcel Spindler (6), Simon Rott (6/3), Jannis Brucker.

Schiedsrichter: Adrej Großmann (TSV Denkendorf) und Philip Marvin Rößlein (SF Schwaikheim).

Zeitstrafen: Drei gegen Steinheim, sieben gegen Bettringen.

Zuschauer: 350

Mit einem nie gefährdeten 31:26 Heimsieg gegen die TSG Söflingen 2 startete der TV Steinheim erfolgreich in die Rückrunde der Landesligasaison und verkürzte den Abstand auf den Drittplatzierten SG Bettringen sogar um einen Punkt. Mehr Konstanz im Spiel und mehr Konstanz in der Liga hatte sich der Steinheimer Coach für die kommenden Begegnungen gewünscht. Seine Jungs waren sichtlich bemüht die Vorgabe umzusetzen und ihrem Trainer Sebastian Kieser zwei Punkte zu dessen rundem Geburtstag zu schenken. Leider gelang dies nicht über die gesamte Spieldauer, da der TVS vor allem im Angriff zu viele Torchancen nicht nutzen konnte. Gleich im ersten Angriff kommt der Pass von Mewitz auf Bühler am Kreis nicht an. Die TSG Söflingen 2 spielt ihren Vorstoß besser zu Ende und erzielt das 0:1. Dies sollte allerdings auch die einzige Führung der Gäste während der gesamten Partie bleiben. Eine Zeigerumdrehung später gleicht Mewitz für den TV Steinheim aus und nutzt eine Lattentreffer der Gäste postwendend zur 2:1 Führung. Diese hielt nicht lange an, da Söflingen aus dem Rückraum traf. Die Partie blieb weiterhin eng. Nach neun Minuten stand es 4:4. Sebastian Kieser ließ zwischenzeitlich seine Abwehr deutlich offensiver agieren. Diese taktische Maßnahme brachte den Gegner kurzfristig aus dem Konzept, so dass Hungerbühler, Kolb und zweimal Mewitz schnell einen 4-Tore-Vorsprung herausspielen konnten. Mit einem gut vorbereiteten Treffer durch Dani Hungerbühler und dem 10:6 von Leon Weiß, er war zwischenzeitlich für Mewitz gekommen, hielt Steinheim die Gäste weiter auf Abstand. In dieser Formation agierte das Team vom Albuch nun wieder aus einer defensiveren Abwehr heraus. Doch leider fehlte im Angriff die letzte Konsequenz und das nötige Quäntchen Glück, um den Vorsprung weiter auszubauen. Zudem nutzte Söflingen Steinheimer Ballverluste immer wieder zu seinen Gunsten und schaffte so in den folgenden Minuten den 10:9 Anschluss. Nach einem simplen, aber einfachen Kreuzen traf Weiß zum 11:9 für die Gastgeber, ehe in den nächsten drei Minuten auf beiden Seiten kein Treffer mehr viel. Zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff unterbrach der Gästetrainer dieses Auf-und-Ab mit seiner ersten Auszeit. Gleich nach Wiederanpfiff hält Maier einen Wurf aus dem Rückraum und Thomas Nissle verwandelte den erweiterten Tempogegenstoß zum 12:9. Dieser Vorsprung hielt bis zum 15:12 Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel startete der TVS gleich mit einem Ballgewinn in die Partie, den Hungerbühler durch Tempogegenstoß sicher im gegnerischen Kasten unterbringen konnte. Nach einem Gegentreffer erläuft Mewitz den Ball in der eigenen Abwehr und verwandelt nach einer Energieleistung den schnellen Gegenstoß selbst zum 17:13. Nach dem 18:13 durch Hungerbühler und einer 2-Minuten-Zeitstrafe gegen die Gäste schien sich eine Vorentscheidung für das Team vom Albuch abzuzeichnen. Die Abwehr präsentierte sich inzwischen deutlich stabiler, doch die nach wie vor leichtfertig vergebenen Chancen im Angriff brachten die Gäste wieder ins Spiel zurück. Vor allem den nun stark aufspielenden Söflinger Linksaußen Patrick Klöffel bekamen die Hausherren nur schwer in den Griff. So erzielte dieser acht seiner insgesamt elf Tore in der zweiten Halbzeit. Der Steinheimer Vorsprung schmolz Tor um Tor auf 24.22 zusammen und es waren noch gut sieben Minuten zu spielen. Doch der TVS zeigte Kämpferqualitäten und schaltete noch einmal einen Gang höher. Mit schönen Einzelaktionen trafen Hungerbühler, Rau und Bühler in Folge. Maier mit Tor verschaffte seinen Vorderleuten mit einigen tollen Paraden die Möglichkeiten zu weiteren schnell vorgetragenen Angriffen, die Eisele, Kolb und Mewitz auch eiskalt zum 30:24 nutzten konnten. Zwar verkürzte Klöffel mit drei Treffern in Folge nochmals, doch mit der Schlusssirene traf Eisele zum verdienten 31:26 Endstand. Bekommt Steinheim in den folgenden Spielen eine noch höhere Stabilität in die Abwehr und können sie die sich bietenden Möglichkeiten im Angriff noch effektiver nutzen, so kann sich der Wunsch nach mehr Konstanz im Spiel sicher erfüllen. Schließlich ist bald Weihnachten!

TVS: Paul Dommer und Steffen Maier im Tor; Leon Weiß (3), Tobias Mewitz (8), Janik Eisele (2), Tobias Fitzke, Klaus Nissle, Jannik Bühler (1), Thomas Nissle (1), Tim Baur, Maximilian Rau (6/1), Luca Kolb (3), Daniel Hungerbühler (6) und Alexander Hebrik.