Am vergangenen Sonntag endete mit der 34:22 Pleite gegen Vöhringen die Landesliga-Saison 2018/2019. Die Vorstellung der Ostälber war jedoch keinesfalls "bronzewürdig".

Sicherlich hätte sich Thomas Nissle seinen Abschied von der Handballbühne anders vorgestellt, denn im Vöhringer Sportpark blieben die TV`ler trotz Anstrengungen chancenlos und wurden von den Hausherren in Grund und Boden gespielt. Bis auf die kurzweilige 2:1 Führung nach viereinhalb Minuten, war für die Kieser-Sieben am typischen Sonntagnachmittag nichts zu holen. Die Vöhringer traten sicher vor die gut 400 Besucher, stiegen mit teils überharten Aktionen in die Partie ein und verschafften sich im Laufe des ersten Durchgangs einen soliden Vorsprung von 13 Treffern. Kiesers Versuch, seine Mannschaft zu puschen, blieb auch nach 13 Minuten aus. Die Gäste bissen sich an Vöhringens großgewachsener Abwehr die Zähne aus, ansonsten war der gut aufgelegt Torhüter zur Stelle. Nach vertanen Chancen seiner Mannschaftskollegen aus dem Spiel wie auch von der Siebenmeterlinie bewies Rau einmal mehr Nerven und netzte die Kugel zum 15:5 in den SCV-Kasten. Beim Halbzeitstand von 18:6 ging es in die Kabinen.

Steinheim startete befreit in die zweite Hälfte, schließlich war die Vorentscheidung beinahe schon gefallen und landete fortan mehr Treffer. Nach schludrigem Anspiel cashte Baur den Ball ab und leitete den Konter auf den besten Torschützen des Abends Thomas Nissle ein, der die Chance zum 21:10 nutzte. Die anvisierte Aufholjagd in den verbliebenen 20 Minuten gelang nicht, zu groß war das Polster der Vöhringer aus dem ersten Durchgang. Steinheim musste in den Schlussminuten des letzten Spiels einem herben 10-Tore-Rückstand hinterherlaufen, was dem Jubelgesang für den scheidenden Thomas Nissle keinen Abbruch tat. Er und sein Team beenden die Runde mit einer 34:22 Niederlage. Mit 39:13 Punkten, 823:750 Toren und Rang drei ist man in Steinheim durchaus zufrieden, war die Aufstiegschance (Steinheim hätte gewinnen, Reichenbach und Altenstadt verlieren müssen) schlussendlich minimal.

TVS: Paul Dommer und Steffen Maier im Tor; Leon Weiß (2), Janik Eisele, Tobias Fitzke (2), Tobias Mewitz (4), Klaus Nissle (2), Jannik Bühler, Thomas Nissle (5), Tim Baur (1), Maximilian Rau (4/2), Luca Kolb (1), Daniel Hungerbühler (1).

Mit dem Schlussgong verwandeln die Steinheimer Handballer einen direkten Freiwurf zum knappen 29:30-Sieg gegen die SG Lauterstein II. Bis zu diesem Zeitpunkt war das Spiel jedoch wenig spektakulär.

Es war bereits die vorletzte Auswärtspartie für die Steinheimer Landesligisten der laufenden Runde. Nach kurzer Anfahrt blieb es nachdem 1:0 der Hausherren bei einem Torversuch der Gäste. Erst nach knapp vier Minuten markierte Wittlinger den Ausgleich, bevor Rau nach einem Treffer von Hungerbühler die erstmalige 2:3-Führung in der Nenninger Kreuzberghalle herstellte. Neben der frühlingshaften Abendsonne kämpften die Gäste, welche mit dezimiertem Kader (Fitzke und Kolb waren bei der abstiegsbedrohten Reserve im Einsatz) anreisten, mit deutlichen Problemen im Torabschluss. Überwiegend im ersten Durchgang prägten Einzelaktionen das Spielbild. Zwar wahrte Steinheim beim 4:3 (10.) den Anschluss, doch gerieten die Angreifer immer wieder in die Fänge der Württembergliga-Reserve aus Lauterstein. Ein weiteres Manko war die Ausbeute der Strafwürfe. Erst im dritten Anlauf zentrierte Rau die kleine Kugel zwischen den Beinen des Gästekeepers in die Maschen, nachdem Mewitz und Wittlinger ihre Chancen vergaben. Es sollte nicht rund laufen, bei den Albuchhandballern, anders hingegen bei der Spielgemeinschaft, welche vielleicht dank Heimvorteil sicherer wirkte. Mewitz, der sich wie auch Klaus Nissle und Tim Baur mit je sechs Treffern in die Schützenliste eintrug, netzte zweimal in Folge. Baur und Rau legten in den Folgeangriffen nach, jedoch antworteten die Hausherren prompt, sodass es mit einer knappen 13:14-Führung in die Katakomben ging.

Beide Teams mussten mit dezimierter Manpower in die zweite Hälfte starten, seitens Steinheim waren sogar zwei Spieler mit Strafen auf der Bank. Klaus Nissle traf zum 15:17 und 16:18, bevor Mewitz zur 18:19-Führung in der 37. Spielminute traf. Bereits zu diesem Zeitpunkt wäre eine deutliche Führung für die Gäste vom Albuch drin gewesen, jedoch scheiterte dies an mangelnder Konzentration im Abschluss. Nach einer dreiviertel Stunde ging Dommer und kam Maier, der seit letzter Woche nach einer auskurierten Oberschenkelverletzung wieder im Training war. Bühler traf zum 25:27, bevor er nach einem nicht-strafwürdigen Foul mit seiner dritten Zeitstrafe auf die Zuschauertribüne musste. Lauterstein machte weiter Druck und brachte die Steinheimer in prekäre Lage, so schwand der eh immer knappe Vorsprung auf nur noch einen Zähler und das fünf Minuten vor dem Schlussgong. Die zwei Minutenstrafe von Klaus Nissle tat weh, genauso der versemmelte Siebenmeter von Rau per Aufsetzer an die Torlatte. Es blieb also spannend, am noch so frühen Sonnabend. Enorm wichtig der verwandelte Konter aus den Händen vom verschmitzen Tim Baur eine Minute vor Ende. Bange Momente, nachdem die Gäste den Ball beim 29:29 durch einen Pfiff an die SGL abgeben mussten, sich dann aber rausgestellt hat, dass Trainer Kieser die Time-Out-Karte bereits auf den Tisch gelegt hatte. Die reguläre Spielzeit betrug noch eine Sekunde, wurde von den Schiedsrichtern jedoch auf vier erhöht, da die Uhr beim Legen der grünen Karte weiterlief. Es galt, den letzten Freiwurf in den Maschen zu versenken. Alle Blicke gingen in Richtung Mewitz, doch der Schütze war nach einer Wurffalle Maximilian Rau, der die Lederkugel in das linke Toreck katapultierte. Die Jubelgesänge der Gäste waren emotionsgeladen, „lange Gesichter“ hingegen bei den Gastgebern.

Am kommenden Samstag ist bereits das Heimspielfinale gegen Bad Saulgau und Ex-Steinheimer Kaumann. Nachdem Patzer der Reichenbacher sind die Albuchhandballer in Lauerstellung auf Platz zwei!

TV Steinheim: Paul Dommer, Steffen Maier, Leon Weiß, Daniel Hungerbühler (1), Janik Eisele (3), Tobias Mewitz (6), David Wittlinger (2), Klaus Nissle (6/2), Jannik Bühler (3), Thomas Nissle (1), Maximilan Rau (6/2), Tim Baur (2).

SG Lauterstein II: Maximilian Edelmann (1), Andreas Weiss (2), Jannis Wagner, Michael Funk, Kai Ziller (5), Rene Adelhelm (3), Yannick Schattner (5), Jakob Grupp, Johannes Edelmann, Marius Widmann (10/4), Sebastian Rieger (1), Loris Sadriu (2), Dominik Rehm.

Schiedsrichter: Robin Weiß und Christoph Kiefner vom SV Vaihingen.

Zeitstrafen: Fünf gegen Steinheim, fünf gegen Lauterstein.

Disqualifikationen: Jannik Bühler (3x 2-Minuten).

Zuschauer: 100

Mit 34:20 ging die Partie gegen den VfL Kirchheim schlussendlich deutlich aus, mit Rum hat sich jedoch keine der beiden Mannschaften bekleckert.

Lange viereinhalb Minuten mussten die Zuschauer ausharren, ehe Mewitz mit zwei Toren in Folge für die Führung der GastgIMG 20190309 202519eber sorgte, bevor wieder torlose Angriffsversuche auf beiden Seiten folgten. Nach dem 2:1 Anschluss der Gäste war es erneut Mewitz, der bis zum 7:3 durch Altmeister Thomas Nissle als Alleinunterhalter agierte. Erschreckend jedoch die Vorstellung der gastgebenden TV’ler, welche sich am vergangenen Samstagabend, zumindest im ersten Durchgang, einmal mehr der spielerischen Klasse der Gäste anpassten. Emotionslos schritten die Akteure zur ersten Ansprache der „Ersatztrainer“ Andreas Kieser und Peter Geiger, da Sebastian Kieser sein Team krankheitsbedingt nicht coachen konnte. Der unzureichenden Angriffsleistung im ersten Durchgang wirkte Dommer mit zahlreichen Paraden entgegen und brachte die Kugel auf den Weg zu Kontermöglichkeiten. Mit ruhig aufgebauten Angriffen, sorgten die Gastgeber für den kurzweiligen 10:5 Zwischenstand nach knapp 25 Minuten. Nach dem 11:6 und 12:8 setzte Luca Kolb seinen Mitspieler Fitzke in Szene, der die Kugel nach einem schönen Anspiel in den Maschen des VfL-Tors versenkte. Bei Stand von 13:9 ging es in die Pause.

Beide Mannschaften starteten in Unterzahl in den zweiten Durchgang. Wieder war es die Nummer 7, Torgarant Mewitz, der seinen siebten Treffer per Siebenmeter versenkte und dadurch den 14:10 Zwischenstand herstellte (33.). Die Albuchhandballer sollten die gesamten 60 Minuten die Oberhand behalten und hielten die Teckhandballer, welche in eigener Halle eine beeindruckende Siegesserie ihr Eigen nennen können, souverän auf Distanz. Die herausragendsten Spieler Rau und Mewitz sorgten für die Treffer zum 17:12 (37.) und beruhigenden 20:14 nach knapp 40 Minuten. Nach einem Foul an Hungerbühler folgte die berechtigte Zeitstrafe für Kirchheims Feldspieler, aufgrund von „motzen“ musste zeitgleich auch der VfL-Keeper eine zweiminütige Zwangspause hinnehmen. Indessen verwandelte Mewitz seinen dritten Siebenmeter und Schuler, der zwischenzeitlich für Dommer ins Spiel kam, entschärfte in Steillage einen Torwurf der Gäste. Der daraus resultierende Konterpass kam von Thomas Nissle auf den flinken Baur, der den Ball sicher zum 26:16 (48.) in den Maschen des VfL-Tors versenkte. Fitzke sorgte mit seinem gekonnten Lüpfer für die erstmalige 11-Toreführung, kurz danach waren die Gastgeber 14 Treffer in Front. In der zweiten Hälfte lief es bei den Ostälblern sichtbar runder, so verteidigten die Hausherren mit dem 34:20-Sieg ihre Favoritenrolle und den dritten Platz in der Tabelle. Klar ist, am kommenden Samstag muss in der Michelberghalle gegen Tabellenführer Altenstadt eine deutliche Leistungssteigerung her, um nicht unter die Räder zu kommen.

TV Steinheim: Paul Dommer, Michael Schuler, Leon Weiß (1), Janik Eisele, Tobias Fitzke (3), Tobias Mewitz (10/3), Klaus Nissle (2), Jannik Bühler (1), Thomas Nissle (3), Tim Baur (2), Maximilian Rau (6), Luca Kolb (1), Daniel Hungerbühler (4), Alexander Herbrik (1).

VfL Kirchheim: Lars Hamann, Oliver Latzel, Dominik Merkle (1), Julian Mikolaj (4/3), Josua Schenk (4), Kevin Hsu, Alexander Schwarzbauer, Roman Keller (4/1), Leonhard Real (1), Peter Sadowski (1), Martin Rudolph (5).

Schiedsrichter: Andreas Hartmann (SG Schorndorf 1846) und Karl-Oswald Strobel (TSV 1921 Alfdorf).

Zeitstrafen: Fünf gegen Steinheim, fünf gegen Kirchheim.

Zuschauer: 180

Beeindruckend und mehr als verdient entführten die TV-Handballer nach dem 28:33-Auswärtssieg zwei Punkte beim Namensvetter und bis dato Tabellenführer Altenstadt.

Wieder einmal zeigten die Albuchhandballer, dass „große Aufgaben“ scheinbar leichter zu bewältigen sind, wie Spiele gegen vermeintlich leichtere Gegner aus dem Tabellenkeller. So auch am Samstag in der Michelberghalle, wo die Kieser-Sieben von Beginn an die Richtung vorgab. Den Auftakt machten die jeweils besten Torschützen am Abend. Mewitz (11 Treffer) brachte Steinheim in Front und Köppel (7 Treffer) stellte den 2:2-Ausgleich her. Nachdem Mewitz den ersten Siebenmeter verwandelte, kam Wittlinger ins Spiel und traf prompt zum 2:4 nach knapp fünf Minuten. Bereits in der Anfangsphase ging es hart zur Sache, doch die TV’ler vom Albuch verteidigten ihre bis dahin schmale 2-Tore-Führung eisern. Nach neun gespielten Minuten stand es 4:7 was TVA-Coach Frey zur ersten Auszeit bewegte. Im Anschluss misslang der „Bauerntrick“ durch Klaus Nissle, Altenstadts Angriff wurde jedoch durch Schlussmann Dommer entschärft. Eisele hatte von außen Pech, doch im nächsten Angriff lief es wieder besser. Nachdem Mewitz den Ball aus den Händen der Altenstadter prellte, schaltete die Albuch-Sieben blitzschnell um. Der Pass von Klaus Nissle erreichte Wittlinger, der die Kugel zum 5:8 einnetzte. Wenige Minuten später war es erneut Leistungsträger Mewitz, der seine Mannschaft mit 9:11 in Führung brachte, währenddessen Altenstadt den Torhüter wechselte. Steinheims Mewitz war auf dem Weg in Richtung Konter, wurde jedoch unsanft von gleich zwei Gegenspielern gebremst, die Folge war der rote Karton für Altenstadts Piotr Bielec in der 21. Minute. Der Gefoulte trat an die Strafwurflinie und sorgte mit souveränem Abschluss für das 10:13. Steinheim war zu diesem Zeitpunkt auf dem richtigen Weg und ließ sich von den überhasteten Torversuchen und ringkampfähnlichen Fouls der Hausherren nicht anstecken. Kolb stellte erstmals die 4-Tore-Fühung her, welche Jannik Bühler im Folgeangriff bestätigte. Steinheim musste kurzzeitig in Unterzahl agieren, nachdem Wittlinger nach einem Foul eine zweiminütige Zwangspause hinnehmen musste, währenddessen Weiß zweimal in Folge zum 13:17 erhöhte. Zum Ende des ersten Durchgangs mussten die Fans beider Lager feststellen, dass Steinheim mit den favorisierten und bis dato Tabellenführer überraschend gut zurechtkam. Beim Stand von 15:18 ging es zur Halbzeitansprache.

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte entschärfte Dommer einen Siebenmeter, auf der Gegenseite beschwerte sich hingegen TVA-Keeper Torica bei den Unparteiischen, welche den unsympathischen Quertreiber kurzer Hand auf die Bank verbannten. Indessen sorgte Mewitz für den soliden Vorsprung von fünf Treffern. Fitzke legte noch ein Tor obendrauf, so stand es nach 38 Minuten 16:22, was beinahe schon den Vorentscheid bedeutete. Nach knapp 43. Minuten nahm Frey seine dritte Auszeit, davon unbeirrt legten die Steinheimer nach. Durch Treffer von Weiß und Thomas Nissle wurde der Vorsprung auf acht Tore ausgebaut (18:26, 45. Minute). Immer besser hielt Dommer seinen Vordermännern den Rücken frei und parierte Wurfversuche ohne Probleme. Die doppelte Überzahl konnten die Gäste zwar nicht für sich nutzen, doch war der Siegeswille nicht zu bremsen. Auf Seiten der Gastgeber hingegen Ratlosigkeit, denn zum Verhindern der zweiten Niederlage in Folge blieben nur noch knapp 14 Minuten. Wieder lenkte Dommer einen Ball ins aus. Die Jubelgesänge der Fans nahm der Zwei-Meter-Mann in gewohnt gelassener Manier hin. Mit verschmitztem Blick marschierte Baur auf das gegnerische Tor zu und machte den Treffer zum 22:29 nach gut 53 Minuten. Der Steinheimer Sieg war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gefährdet. Enttäuschung jedoch auf Seiten der Altenstädter, die nach der knappen 22:20-Niederlage gegen Biberach nun erneut „leer“ ausgingen und die Tabellenführung an den Namensvetter aus Reichenbach, welche ihr Spiel mit einem Sieg beendeten, abtreten müssen. In der Schlussphase kam Nachwuchstorhüter Adrian „Adi“ Sakowski ins Spiel, auch er machte seine Sache gut und parierte mit dem Schlussgong einen Wurfversuch. Somit blieb es beim 28:33 – großes Lob an dieser Stelle an die Steinheimer, welche am vergangenen Samstag einen Sahnetag erwischten und die favorisierten Altenstädter vom Tron stürzten.

TV Steinheim: Paul Dommer, Adrian Sakowski, Daniel Hungerbühler, Janik Eisele, Tobias Fitzke (2), Tobias Mewitz (11/3), David Wittlinger (7), Klaus Nissle (2), Jannik Bühler (1), Luca Kolb (1), Thomas Nissle (1), Leon Weiß (3), Maximilan Rau (2), Tim Baur (3).

TV Altenstadt: Maximilian Pilz, Simon Knosp (2), Oliver Köppel (7/1), Tarkan Girgin (1), Gerrit Christ (3), Inout Torica, Robin Veil (1), Moritz Veil (3), Jörn Bausch (4/2), Micha Bottek (2), Axel Bottek (2), Piotr Bielec (3/1), Martin Heer.

Schiedsrichter: Goran Miletic und Michael Ascher von der SG Schorndorf 1846.

Zeitstrafen: Vier gegen Steinheim, neun gegen Altenstadt.

Disqualifikationen: Jörn Bausch (3x 2-Minuten) und Piotr Bielec, beide Altenstadt.

Zuschauer: 200

Erst in der Schlussphase konnte der TVS das Spiel zu seinen Gunsten drehen und sich in einer spielerisch eher schwachen, aber dennoch abwechslungsreichen Partie gegen die Gastgeber aus Uhingen-Holzhausen mit 30:33 durchsetzen. 

Nach der durchaus vermeidbaren Niederlage vor einer Woche gegen Mitkonkurrent Reichenbach, galt es für das Steinheimer Team vor der Faschingspause noch einmal alle Kräfte zu bündeln und die volle Konzentration auf das Spiel gegen eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller zu richten. Der erste Treffer der Partie gelang den Gastgebern nach einer Minute durch Siebenmeter. Klaus Nissle gleicht nach schöner Ballstafette aus, Dommer im Tor pariert den Angriff der Filstäler und Tim Baur schließt einen erweiterten Tempogegenstoß erfolgreich zum 1:2 ab. Das Spiel ließ sich scheinbar gut an. Nach sechs Minuten, beim Stande von 3:3, bekamen dann Gäste ihren ersten

7-Meter zugesprochen, den Max Rau aber leider nicht verwandeln konnte. Mit zunehmender Spieldauer tat sich der Favorit aus Steinheim immer schwerer gegen ein sich clever wehrendes Team aus Uhingen-Holzhausen, das vor allem durch Einzelaktionen die Gästeabwehr immer wieder vor größere Probleme stellte. Fünfzehn Minuten waren gespielt. Es stand 6:6. Dennoch behielt das Team um Trainer Kieser zunächst die Oberhand. In Überzahl schaltete Dommer am schnellsten und verwandelte direkt ins leere Tor der Gastgeber. Tim Baur erzielte ein Kontertor und Mewitz traf aus dem Rückraum zum 6:9. Steinheim versuchte mit einer offensiven Abwehr die Gastgeber zu mehr leichten Fehlern zu zwingen. Doch schaffte es Uhingen immer wieder über ihren Kreisläufer erfolgreich zu sein und den Anschluss (10:10) zu halten. Steinheim agierte dagegen im Angriff oft überhastet und glücklos. Ballverluste und eine doppelte Unterzahl machte es Uhingen-Holzhausen einfach bis zur Halbzeit mit 15:12 in Führung zugehen. 

Der TVS kam mit Schwung aus der Pause. Mit einem Doppelpack innerhalb zwei Minuten gelang Max Rau der Anschluss zum 15:14. Weitere Treffer von Fitzke und Mewitz egalisierte die Heimmannschaft jedoch sofort wieder und überstand so die Drangphase der Steinheimer. Sieben Minuten in der zweiten Spielhälfte waren gespielt und es waren wieder 3 Tore Rückstand 19:16.

In dieser Phase der Begegnung drängten sich die beiden nicht immer souverän agierenden Unparteiischen mit oft fragwürdigen Entscheidungen leider in den Vordergrund, in einer bis dahin eigentlich nicht unfair geführten Partie. Innerhalb von drei Minuten verhängten sie 4 Siebenmeter und 2 x “2-Minuten-Strafen“ gegen die beiden Mannschaften (im gesamten Spielverlauf waren es unglaubliche 16 Hinausstellungen und 17 Siebenmeterentscheidungen!!!). Die Gastgeber nutzten die sich Ihnen dadurch bietenden Chancen besser und bauten den Vorsprung weiter auf 22:17 aus. Dem Team vom Albuch blieben noch knapp 18 Minuten Zeit, um das Spiel doch noch zu drehen. Drei Treffer von Mewitz und ein von Dommer gehaltener Strafwurf waren das Startsignal für die gesamte Mannschaft, sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Der Trainer der Gäste versuchte die Steinheimer Aufholjagd mit einer Auszeit zu unterbrechen, doch Klaus Nissle verwandelte danach seinen ersten Siebenmeter sicher und schaffte so den Anschlusstreffer zum 22:21. Die Abwehr agierte inzwischen deutlich aggressiver und Paul Dommer wurde mit seinen Paraden immer mehr zu einer Bank im Tor des TVS. Im Angriff klappte es nun auch mit der Rückraumachse Rau-Mewitz immer besser. Die beiden erzielten 12 ihrer insgesamt beeindruckenden 18 Toren in der zweiten Halbzeit. Nach einem Paß von Mewitz auf Rechtsaußen Hungerbühler schaffte dieser in der 53. Minute erstmals wieder eine Steinheimer Führung. Ein Foul am kampfstarken Tobias Fitzke brachte die Disqualifikation (3 x Zeitstrafe) des gegnerischen Kreisläufers. Den fälligen Strafwurf verwandelte erneut Klaus Nissle und baute die Führung auf 25:27 aus.

War das schon die Entscheidung? Uhingen-Holzhausen nahm erneut eine Auszeit (26:28) um noch einmal Kräfte für den Schlußspurt zu sammeln. Zwar gelang ihnen auch gleich der Treffer zum 27:28 doch ein Doppelpack von Mewitz und ein sicher verwandelter Tempogegenstoß von Eisele brachten den TVS vollends auf die Siegerstraße. Auch Luca Kolb konnte sich am Ende noch mit zwei sehenswerten Einzelaktionen in die Torschützenliste eintragen. Eine spielerische Glanzleistung war diese Begegnung sicher nicht. Aufgrund der Leistungssteigerung in den zweiten dreißig Minuten in allen Bereichen geht der 30:33 Erfolg jedoch in Ordnung.

TV Steinheim: Paul Dommer (1) und Michael Schuler im Tor; Leon Weiß, Jannik Eisele (1), Tobias Fitzke (3), Tobias Mewitz (10/2), Klaus Nissle (3/1), Jannik Bühler, Thomas Nissle, Tim Baur (3), Maximilian Rau (8), Luca Kolb (2), Daniel Hungerbühler (2) und Alexander Hebrik.