Der TV Steinheim behält trotz zweier roter Karten die Oberhand und bezwingt die HSG Bargau-Bettringen letztendlich verdient mit 38:30 (16:15).

Viele der mitgereisten Steinheimer Fans waren gespannt, ob ihre Mannschaft die deutliche Niederlage im letzten Heimspiel gegen Vöhringen inzwischen abgehakt hat und nach der einwöchigen Pause den Schalter wieder umlegen kann. Die Gastgeber dagegen hätten die Möglichkeit, bei doppeltem Punktgewinn, weiterhin an der Spitzengruppe dranzubleiben.

Beiden Teams merkte man zu Beginn eine gewisse Nervosität an. Sowohl Steinheim als auch Bargau-Bettringen brachten ihre ersten Angriffsversuche nicht im gegnerischen Kasten unter, sondern scheiterten jeweils an den Torhütern. Bis zur neunten Minute, beim Stande von 4:3 für Steinheim, hatte Bargau-Bettringen bereits 2 Siebenmeter vergeben. Aber auch der Favorit vom Albuch tat sich sichtlich schwer. Vor allem als die Gastgeber über die schnelle Mitte zu einfachen Treffern kam sah die Steinheimer Abwehr nicht immer gut aus. Sebastian Kieser zog die Reißleine und nahm nach elf Minuten seine erste Auszeit. Danach dauerte es zwei weitere torlose Minuten, ehe Fitzke vom Kreis zum 7:7 ausgleichen konnte.

In einem typischen Sonntagabendspiel mühte sich der Favorit vom Albuch zu einem Pflichtsieg gegen die Württembergliga Reserve aus Lauterstein-Nenningen.

Der TV Steinheim startete mit einer defensiven 6:0 Abwehr, gegen die sich der Gegner anfangs sichtlich schwertat. Maier parierte gleich den ersten Wurf auf seinen Kasten. Doch im Angriff scheiterten sowohl Wittlinger und Kaumann ebenfalls am gegnerischen Keeper als auch Anlauf mit einem Pfostentreffer. Es dauerte bis zur vierten Minute, ehe dem Gastgeber der erste Treffer der Partie gelang. Zwar konnte Mewitz im Gegenzug per Siebenmeter ausgleichen, doch die Angriffsmaschinerie der Gäste aus Steinheim lief noch immer nicht rund. Nach einer Viertelstunde stand es nur 6:6. Steinheim zog das Tempo nun etwas an und konnte durch Tore von Kauman, Kolb und Anlauf mit 9:7 in Führung gehen. Auszeit Lauterstein!

Am letzten Samstag trafen die beiden Kreisvertreter, der TVS und die SHB, in der Wentalhalle aufeinander. Bei einem Schützenfest und vor stattlicher Derbykulisse siegten die Steinheimer deutlich mit 40:30. Nach einem kurzweiligen Rückstand sorgte Mewitz für die ersten beiden Treffer, ehe Hungerbühler die 3:2-Führung herstellte. Fortan dominierten die Hausherren das lang ersehnte Lokalderby. Die erste viertel Stunde bot Herbrechtingen Paroli und blieb den Albuchhandballern bis zum 9:7 auf den Fersen. In einem kurzen Zwischenspurt verschafften sich die TV’ler einen richtungsweisenden 15:8 Vorsprung nach 21 gespielten Minuten.

Fernab der zugeteilten Favoritenrolle trennten sich die Steinheimer Handballer gegen Feldkirch nur mit einem 36:36, was zugleich den Verlust des zweiten Tabellenrangs bedeutet. Mewitz eröffnete die enge Partie mit einem Treffer von der Siebenmeterlinie, ehe Kaumann auf 1:2 erhöhte. Die Gastgeber aus dem Vorarlberg zogen nach und gingen nach dem 3:3 und 5:5 in der zehnten Spielminute in Führung. BW-Spieler Roganovic, welche insgesamt zehn Treffer für sein Team erzielen konnte, sorgte mit zwei Toren in Folge für die kurzweilige 7:5-Führung. Indessen zeigte Steinheims Defensive einmal mehr Lücken, welche die Austria-Handballer von Beginn an für sich nutzten.

Nach der bitteren Niederlage im Hinspiel hatte sich die Mannschaft um Trainer Sebastian Kieser für das Rückspiel einiges vorgenommen. Vor allem galt es den Wirkungskreis von Filip Susnjara - 11-facher HC-Torschütze aus dem Hinspiel – deutlich einzuengen.

Den ersten Treffer der Partie erzielte dann auch gleich jener Filip Susnjara für die Gäste. Ein nervöser Beginn auf beiden Seiten prägte die ersten torarmen Minuten. Erst nach fünf Spielminuten konnte Kaumann für den TVS zum 1:1 ausgleichen. Der TV Steinheim tat sich in dieser Anfangsphase sichtlich schwer. Im Angriff hatte man noch nicht die gewohnte Durchschlagskraft und die offensiv ausgerichtete 5:1-Abwehr bot den Gästeangreifern immer wieder einfache Möglichkeiten zum Abschluss zu kommen. Einzig Steffen Maier im Tor des TV Steinheim verhinderte mit einigen guten Paraden, dass die Gäste davonziehen konnten.