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Bittere Niederlage für die Steinheimer Handballer

Am vergangenen Samstag musste der TV Steinheim auswärts beim Tabellenletzten TSV Lindau antreten. Sicherlich keine leichte Aufgabe, denn das Team vom Bodensee hatte nichts zu verlieren. Steinheim dagegen benötigte dringend noch Punkte, um im Saisonendspurt den Klassenerhalt sichern zu können.

Die Anfangsphase verlief zunächst ausgeglichen, ehe sich der TVS nach zehn Minuten mit 3:6 etwas absetzen konnten. Mit der ersten Hinausstellung von Marc Zeger (11. Minute) kam ein Bruch ins Steinheimer Spiel. Das Tempo und die Zielstrebigkeit im Spiel nach vorne gingen ein Stück weit verloren. Nur wenige gefährliche Torabschlüsse aus dem Rückraum, viele technische Fehler und Ungenauigkeiten im Passspiel luden den Gegner zu einfachen Ballgewinnen ein, so dass Lindau es bis zur 22. Minute schaffte, das Ergebnis auf 10:9 umzudrehen. Im weiteren Verlauf konnte das Team vom Albuch mit Treffern von Luca Kolb, Tim Baur und einem Doppelpack von Leon Pharion den Anschluss zunächst halten (14:13). Allerdings musste Trainer Klaus Nissle seine Hintermannschaft früh umstellen, da Marc Zeger in der 24. Minute bereits seine zweite Zeitstrafe absitzen musste. Beim Stande von 15:14 wurden schließlich die Seiten gewechselt.

Den mitgereisten Steinheimer Fans war klar, dass es in der 2. Halbzeit einer deutlichen Leistungssteigerung aller Beteiligten auf dem Spielfeld bedarf, sollten am Ende die zwei Punkte auf der Habenseite des TV Steinheim stehen.

Beim ersten Angriff des TSV Lindau nach Wiederanpfiff, kam es zu einer weiteren umstrittenen Entscheidung der nicht immer glücklich agierenden Unparteiischen.

Und wieder traf es Abwehrchef Marc Zeger, der mit seiner 3. Hinausstellung und der daraus resultierenden roten Karte endgültig vom Feld musste. Zunächst schien das Team um Kapitän Max Rau diesen schwerwiegenden Ausfall gut kompensieren zu können. Die Abwehr hielt den Angriffsbemühungen der Gastgeber Paroli. Im Angriff wurde etwas variabler agiert und Kreisläufer Fabian Hungerbühler vermehrt erfolgreich eingesetzt. In der 41. Minute hatte es der TV Steinheim sogar geschafft, mit dem Treffer zum 19:21 das Spiel wieder auf seine Seite zu ziehen. Doch das Tabellenschlusslicht ließ nicht locker und stemmte sich weiterhin mit allen Mitteln dagegen. Viel Kampf, weniger handballerische Höhepunkte. Die Intensität in den Zweikämpfen nahm noch einmal zu. Lindau schaffte schließlich Mitte der zweiten Halbzeit den erneuten Ausgleich (21:21). Eine Zeigerumdrehung später kam es noch dicker für die Gäste vom Albuch. Alexander Herbrik musste mit “glatt Rot“ von der Platte. Außerdem konnten die Routiniers Tobias Mewitz (Schulter) und Max Rau (Knie) verletzungsbedingt nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen. Der Großteil der Steinheimer Rückraumspieler waren somit “raus“. Klaus Nissle brachte mit Kevin Schendzielorz eine Alternative auf der Spielmacherposition, um das Steinheimer Positionsspiel noch einmal zu stärken. Zunächst mit Erfolg. Mark Laible, Doppelpacker Kevin Schendzielorz und der mit acht Treffern erfolgreichste Torschütze Tim Baur hielten den TVS bis zum erneuten Ausgleich im Spiel (27:27 / 56.Minute). Doch die körperbetonte Spielweise der Gastgeber hatte beim Steinheimer “Rumpf-Team seine Spuren hinterlassen. Die TV-Youngster hatten nichts mehr entgegenzusetzen. Dies nutzte der Gegner geschickt zu drei schnellen Treffern in Folge, ehe Tim Baur zum 30:28 Endstand traf.


TVS: Jannik Brosi, Felix Bader und David Schuster im Tor; Alexander Herbrik (1), Marc Zeger, Tobias Mewitz, Jannik Pharion, Luca Kolb (3), Mark Laible (2), Tim Baur (8/4), Maximilian Rau (5), Leon Pharion (3), Fabian Hungerbühler (4), Kevin Schendzielorz (2) und Lukas Gaiser.



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