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Denkendorf setzt Cut in der TV-Siegesserie

Der TV Steinheim verliert gegen den Tabellennachbarn aus Denkendorf knapp aber verdient mit 34:35 (18:20).

Die Vorzeichen waren nicht optimal für den Gastgeber, denn mit Tobias Mewitz fiel nicht nur der Kapitän, sondern auch der Goalgetter verletzt aus. Das Trainerduo Kieser/Kühr musste deshalb sowohl im Angriff, als auch im Abwehrverbund einige Umstellungen vornehmen.

Der TVS startete zunächst gut in die Partie. Spielmacher Dennis Kaumann legte gleich einmal mit einem Doppelpack 2:0 vor. Die Gäste brauchten ein paar Minuten, konnten dann aber dagegenhalten und gingen ihrerseits mit 2:3 in Führung. Steinheim tat sich in der Folge schwer, die gegnerische Abwehr zu überwinden.

Beim TVS fehlte der Druck und die Breite im Angriff, um den TSV Denkendorf vor allzu große Probleme zu stellen. Der Gegner fand die deutlich besseren Lösungen und konnte seinen Vorsprung nach zehn Minuten auf 5:8 ausbauen. Steinheim zog die erste Auszeit. Die Maßnahme verpuffte jedoch ungenutzt. Die Albuch-Sieben schaffte es auch im weiteren Verlauf nicht, der eigenen Abwehr mehr Stabilität zu geben und mehr Tempo und Durchschlagskraft im Angriff auf die Platte zu bringen. In der zwanzigsten Minute nahm der TVS beim 8:13 bereits seine zweite Auszeit.

Die Trainer stellten im Angriff um und brachten mit Nick Weinandt eine Alternative für den Rückraum. Er fügte sich gleich gut in die Partie ein und verkürzte auf 9:13. Im weiteren Verlauf der im Großen und Ganzen fairen Partie häuften sich nun aber die Zeitstrafen auf beiden Seiten. Beide Teams gingen ins Risiko und spielten im Angriff zumeist ohne Torhüter (Empty Goal). Bis zur Halbzeit kam es zum offenen Schlagabtausch und der TVS konnte bis zum Pausenpfiff auf 18:20 verkürzen.


Die vielen Steinheimer Fans hofften natürlich, dass es in den zweiten Dreißigminuten besser laufen und sich die Akteure auf dem Feld deutlich steigern würden. Zunächst sah es auch so aus, als ob der Gastgeber sich gefangen hätte. Max Rau durch einen verwandelten Strafwurf und Lars-Kevin Eisele von Rechtsaußen schafften den vielumjubelten Ausgleich zum 20:20. Die Steinheimer Abwehr agierte in diesen Anfangsminuten der zweiten Hälfte aufmerksamer und handlungsschneller. Tim Baur netzte gleich zweifach ins verwaiste Tor der Gäste ein und drehte das Ergebnis auf 22:20. Vorne funktionierte die Mittelachse Dennis Kaumann und Tobias Fitzke sehr effektiv. Allein fünf seiner insgesamt neun Treffer erzielte Fitzke vom Kreis in der zweiten Halbzeit. Doch der TSV Denkendorf ließ sich nicht abschütteln. Allen voran Rückraumhüne Lukas Aichele, mit 11 Tore bester Werfer der Gäste. Ihn bekamen die Steinheimer nie richtig in den Griff. Mit drei Treffern hintereinander erzielte er den 24:24 Ausgleich (38.Minute). Steinheim gelang es noch einmal vorzulegen, doch mangelnde Chancenverwertung und eine für die Gastgeber ungewohnt hohe Quote an technischen Fehlern brachte den Gegner unverhofft in Ballbesitz und somit wieder zurück ins Spiel. Steinheim schaffte es während der gesamten Partie nicht die Abwehr zu stabilisieren. Häufig agierte man zu statisch oder war einen Schritt zu spät, was die Unparteiischen mit fünf Zeitstrafen in Hälfte zwei ahndeten. Die Gäste aus Denkendorf machten es da deutlich cleverer und nutzen die sich nun bietenden Möglichkeiten konsequenter aus. In der 51. Minuten hatten sie das Spiel erneut gedreht (30:32). Der TVS erkämpfte noch einmal den Ausgleich zum 34:34, ehe der TSV Denkendorf zwei Minuten vor dem Ende erneut in Führung gehen konnte. Die Gastgeber hatten es danach noch selbst in der Hand wieder auszugleichen. Doch zwei Pfostentreffer und ein nicht gegebenes Tor von Nick Weinandt verhinderten, dass der TVS wenigstens einen Punkt aus der Partie hätte mitnehmen können. Insgesamt war es zu wenig, was die Mannschaft von Kieser/Kühr an diesem Sonntagabend gezeigt hat. So gilt es sich in allen Bereichen deutlich zu steigern bis zum Auswärtsspiel nächsten Samstag gegen die TSV Alfdorf/Loch/Waldhausen.

TVS: Steffen Stängle und Enrico Nigro im Tor; Lars Kevin Eisele (1), Alexander Herbrik, Tobias Fitzke (9), Dennis Kaumann (4), Lars Braun (2), Nick Weinandt (4), Benedikt Schmid, Tim Baur (6), Maximilian Rau (7/3), Nils Huber und Daniel Hungerbühler (1).





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