Steinheim liefert Sieg ab und bleibt oben dran

Knapp 80 Treffer bekamen die rund 150 Zuschauer in der Sporthalle Römerstraße, weit über den Dächern Esslingens am Samstagabend zu sehen. Mit dem 36:41-Sieg bei der SG Hegensberg-Liebersbronn bestätigen die Steinheimer ihren Lauf im neuen Jahr. Doch nicht nur den Sieg durften die TV’ler feiern: Maximilian Rau schnupperte nach seiner langwierigen Verletzung wieder Luft in er Verbandsliga.

Im Laufe der Woche standen hinter einigen Spielern Fragezeichen, was den Einsatz in der Partie gegen die Esslinger Vorstädter betraf. Für Stängle ist die Saison verletzungsbedingt gelaufen, Lars Eisele hatte mit einem Infekt zu kämpfen, Kaumann mit Schulterproblemen. Als dann auch noch Hungerbühler kurzfristig ausfiel, wurde „Back-Up-Spieler“ Maximilian Rau sowie der junge Torhüter Florian Tasholli in den Kader berufen.

Nachdem Aaron Benz den ersten Treffer erzielte, setzte sich der TV nach einem Siebenmeter und Feldtoren durch Mewitz und Eisele auf 2:6 ab. Klare Spielzüge und der bedachte Aufbau im Angriff zahlten sich aus. Dennoch blieben die Hausherren zu Beginn in Lauerstellung und konnten bis zum 8:10 in der 13. Spielminute mit den Favoriten vom Albuch mithalten. Nach einem sehenswerten Lupfer vom gewieften Außenspieler Tim Baur hatte der Hegensberger Coach Redebedarf, doch zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste die Weichen längst auf Sieg gestellt. Führungsspieler Tobias Mewitz markierte mit einem seiner insgesamt 14 Treffern das 9:13, bevor Kaumann die erstmalige Fünf-Tore-Führung herstellte. TV-Torhüter Maier entschärfte im ersten Durchgang Würfe und leitete postwendend das Konterspiel über Baur und Eisele ein, welche ihre Würfe in den Maschen des HeLi-Tors versenkten, wie beim 11:16 durch Tim Baur ins lange Eck. Eisele servierte das 14:19 in Schräglage, bevor TV-Keeper Maier der 20. Treffer per präzisem Wurf ins leere Tor der Gegner gelang. Zwischenzeitlich war Rau ins Spiel gekommen, der die harzige Kugel am eigenen Kreis gekonnt aus den Händen des Gegner tippelt und auf Eisele passt, der den Konter im Alleingang zum 14:22 gut drei Minuten vor Ende des ersten Durchgangs machte. Nach einem Tor durch den routinierten Armin Bauer waren es zwischenzeitlich stolze neun Tore Vorsprung, doch den Hausherren gelang es, auf den Halbzeitstand von 17:24 zu verkürzen.


Den besseren Start in die zweite Spielhälfte hatte die Spielgemeinschaft. Nach zwei Fehlwürfen der Gäste verkürzten die Hausherren auf nur noch 22:25, was den sicher geglaubten Sieg wieder in Frage stellte. Benz beendete diese Flaute und setzte mit dem 26. Treffer für Steinheim einen weiteren Akzent – wie auch Mannschaftskollege Alexander Herbrik, der am Samstagabend eine überragende Abwehr Mitte darbot. Mewitz stellte trotz Manndeckung per Doppelschlag das 25:30 her, was den Steinheimern wieder einen sicheren Abstand zu den Hegensbergern gab. Unter anhaltendem Applaus und Trommelwirbel wurde „Tasche“ eingewechselt. Der junge Florian Tasholli sollte einen Siebenmeter entschärfen, scheiterte jedoch knapp, was den Jubelgesängen keinen Abbruch tat. Auf der anderen Seite nimmt Gebhard einen Bodenpass von Tim Baur dankend an und verwandelt nach dem 27:31 den zweiten Wurf in Folge zur erneuten Vier-Tore-Führung. Bis kurz vor Schluss hielten die Steinheimer die Gastgeber mit vier Toren auf sicherer Distanz. Während des Zeitspielphase musste Steinheim werfen, doch der Treffer ging ins aus. Beim Siebenmeter durch Mewitz zum 35:39 nach einem vorhergegangenen Foulspiel an Eisele, waren es nur noch zwei Minuten bis zum Schlusspfiff. Der 40. Treffer kam aus den Händen von Kaumann, bevor Manuel Gebhard den Sieg mit dem 36:41 endgültig besiegelte.

Durch den Sieg gegen die SG He-Li stehen die Schützlinge um ihr Trainerteam Kieser/Kühr nach wie vor auf dem zweiten Tabellenrang, nach Minuspunkten betrachtet sogar auf Rang eins. Es bleibt also spannend im Kampf um die Meisterschaft in der Verbandsliga.


Namen und Zahlen:


TV Steinheim: Maier (1), Tasholli, Eisele (7), Bauer (3), Benz (3), Herbrik, Gebhard (3), Mewitz (14/4), Kaumann (3), Nissle (1), Bühler (1), Baur (5), Rau, Röhrle.


SG Hegensberg-Liebersbronn: Achten, Schatz (8/6), Richter (3), C. Bayer (2), M. Bayer (1), Bernlöhr (1), Zeh (3), Heubach, Wester-Ebbinghaus (2), Hettich (2), Sokele (6), Planitz (6), Herda (2), Wolf.


Schiedsrichter: Beck Smakaj und Eduard Huber vom TSV Süßen.


Zeitstrafen: Sechs gegen Steinheim / fünf gegen Hegensberg-Liebersbronn.


(Markus Gröner)




239 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen