Bittere 27:34 Niederlage zum Saisonabschluss
- Handballabteilung

- vor 20 Stunden
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Zum letzten Spiel in der Landesliga Staffel 4 empfing der TV Steinheim mit dem HC Lustenau den Auftaktgegner aus der Hinrunde. Im September startete das Team um den scheidenden Trainer Klaus Nissle vielversprechend mit einem 27:32 Auswärtssieg in die Runde. Das Rückspiel am vergangenen Samstag stand jedoch unter komplett anderen Vorzeichen. Wie schon häufig thematisiert, hatte der TVS während der gesamten Saison mit ungewöhnlich viel Verletzungspech und fragwürdig langen Spielersperren zu kämpfen, was dem ohnehin dünnen Kader über die ganze Zeit viel abverlangte. Ganz anders die Gäste aus Österreich. Sie konnten ihren Kader zum Jahresende, sowohl qualitativ als auch quantitativ aufstocken und haben seit dem Rückrundenstart im Januar 2026 mit Siegen die Liga von hinten aufgerollt.
Die Anfangsviertelstunde verlief über weite Strecken ausgeglichen (6:6). Steinheim erspielte sich immer wieder gute Tormöglichkeiten, doch die mangelnde Chancenverwertung, die sich wie ein roter Faden durch die Saison zog, verhinderte eine mögliche Führung der Gastgeber. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die TV-Abwehr von Beginn an große Probleme hatte, die schnellen und körperlich überlegenen Angreifer in den Griff zu bekommen. Ein von Tim Baur nicht verwandelter Siebenmeter und die frühe zweite Zeitstrafe gegen Alexander Herbrik nutzen die
Gäste eiskalt und erspielten sich eine 8:10 Führung. In der 20. Spielminute wurde es kurz still in der Halle, als sich Max Rau bei einem Zweikampf an der Außenlinie schwer am Knie verletzte und vom Spielfeld musste. Das Steinheimer Team war sichtlich geschockt über den erneuten Ausfall ihres Kapitäns. Zwar trafen Tim Baur und Marc Zeger nach schönen Einzelleistungen noch einmal für den TVS, doch die Mannschaft aus Österreich nutzte die Verunsicherung des Gastgebers und baute den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 11:16 aus.
Steinheim kam nach Wiederanpfiff gut aus der Kabine. Schlitzohr Tim Baur stibitzte dem Gegner gleich beim Anwurf den Ball und traf ins leere Tor der Vorarlberger. Mark Laible, erneut Tim Baur, Alex Herbrik und Tobias Mewitz “mit Links“ verkürzten innerhalb von drei Minuten auf 16:18 und hielten den Underdog im Spiel. Nicht nur die Zuschauer in der Georg-Fink-Halle staunten über die Aufholjagd des TVS. Auch der HC Lustenau schien beeindruckt, zumal Steinheims Youngster Lukas Gaiser weiter aufdrehte und mit einem Doppelschlag auf 18:19 verkürzte. Als Jannik Pharion in der
37. Minute sogar zum vielumjubelten Ausgleichstreffer einnetzte, legte der Gästecoach entnervt die Auszeitkarte. Steinheim ließ sich durch diese Unterbrechung zunächst nicht aus dem Konzept bringen. Die folgenden zehn Minuten verliefen absolut auf Augenhöhe. Die Führung wechselte hin und her. Nach dem erneuten Ausgleich durch Spielmacher Kevin Schendzielorz (25:25) trafen die Gäste zweimal in Folge, so dass
Klaus Nissle nun seinerseits eine Auszeit nahm (48.Minute). Zwar gelang Mark Laible nach Wiederanpfiff noch einmal der Anschluss, doch Lustenau konterte und erspielte sich mit einem 4-Tore-Lauf eine 26:31 Führung. Alex Herbrik verkürzte im Gegenzug auf 27:31 ließ sich jedoch zwei Minuten später auf einen verbalen Schlagabtausch mit einem Gegenspieler ein, so dass beide Akteure sechs Minuten vor dem Ende von den Unparteiischen mit glatt Rot vom Platz gestellt wurden. Steinheim versuchte in den verbliebenden Minuten noch einmal alles. Am Ende fehlte der dezimierten jungen Truppe aber die Kraft und die Erfahrung, um sich gegen eine körperlich hart, aber clever agierende Gästemannschaft noch einmal aufzubäumen.
TVS: Jannik Brosi und Felix Bader im Tor; Alexander Herbrig (4), Maximilian Herbrik, Marc Zeger (1), Tobias Mewitz (1), Kevin Schendzielorz (2), Jannik Pharion (2), Mark Laible (3), Tim Baur (7), Maximilian Rau (1), Felix Bader, Leon Pharion (3) und Lukas Gaiser (3).





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